Eurocucina - Küchenmöbel

4. May, 2010

Die Eurocucina bietet eine unendliche Menge an Anregungen und Lösungen für einen Raum, der neben seiner ursprünglichen Funktion wieder verstärkt zum Ort der Sozialisierung und des Gemeinschaftslebens wird.

Die Küche unterliegt zwar aufgrund der hohen Anschaffungskosten weniger schnellen Trendwechseln, denn sie ist an kaum veränderbare Produktionsprozesse gebunden und verkörpert in der Wohnung den Ort der Solidität und Dauerhaftigkeit. Höchste Qualität und lange Lebensdauer sind die Hauptanforderungen des Endkunden.

Die neuen Küchen präsentieren vor allen Dingen neue Oberflächenbehandlungen. Neben dem ewigen Weiß halten sich nach wie vor die dunklen Hölzer, doch sie bereichern sich um Oberflächenbehandlungen, wie z.B. die Arbeit von Vincenzo De Cotiis für Rossana (,‚Sistema DC1O“) sehr gut verdeutlicht. Auch die Holzfarbe findet neue Kraft, insbesondere im Entwurf „Carré“ von Marc Sadler für Ernesto Meda. 46 Oberflächen, glänzend und matt lackiert, stehen für die Verblendungen zur Verfügung, die Griffe können in Stahl, Rosen- und Olivenholz ausgeführt werden, die Arbeitsflächen in Marmor, Granit und Quartz.

Quelle: Küchen leben

Ebenfalls häufig zu sehen sind bedruckte Oberflächen wie bei Torchetti (s.o. „Seven Fantasy“) und generell der Einsatz von Licht, der einen klaren Trend bei den Küchenherstellern darstellt.

In modernen Küchenträumen spielt zudem Glas eine immer größere Rolle. Dafür sorgt auch der deutsche Küchenspezialist Alno. In Mailand stellte das Unternehmen sein jüngstes preisgekröntes Küchenmodell in Serienreife vor: Die Glasküche – bisher als „Trendstudie 2011“ bekannt – kommt unter dem Namen Alnostar Satina in vier Farbausführungen auf den Markt.

Quelle: Küchen leben

Parallel dazu werden jedoch auch destrukturierte Küchen vorgestellt, die sich an ein junges Publikum wenden und durch funktionale und formelle Unmittelbarkeit geprägt sind. Hier erwähnen wir insbesondere „Indada“ von Dada, nach Einheiten kombinierbar: Spülen + Kochen + Behälter.

Einerseits stellt man einen neuen Trend zu horizontalen Ebenen fest, wahrscheinlich vermittelt durch die Anbauwände für das Wohnzimmer, wo sich seit jeher der lang gezogene Behälter durchsetzt. Zu den interessantesten Lösungen gehört die von Daniele Lago für Lago („36e8“). Zu einer ähnlichen Wirkung, doch unter Beibehaltung der komplanaren Ebenen und Kombination verschiedenfarbiger Module in der gleichen Tür gelangt Michael Young bei Scavolini („Tetrix“).

Im Gegensatz dazu, diesmal in Anlehnung an die Schlafzimmereinrichtung, gibt es vollständige und durchgehende Küchenwände, bei denen eine Betonung der Elektrogeräte und die Abstufung zwischen Bodenschränken und Hängeschränken möglichst vermieden wird, ja sogar alle Geräte und Ausstattungen hinter Schiebe-, Falt- und Flügeltüren verborgen werden. Interessant in diesem Sinne der Vorschlag von Antonio Citterio für ArcLinea: Die Küche „Spatia“ öffnet den Weg für dieses Konzept (im Inneren befindet sich sogar ein Wasch- und Bügelraum!). Besonders geglückt die doppelte Leistung, nämlich eine Reduzierung von Form und Abmessung, bei der Küche von Paolo Rizzatto für Veneta Cucine („Ecocompatta“), in der die Utopie der „Schrankküche“ der zwanziger Jahre von Moisey Ginzburg wieder aufgenommen wird.

Kuechen-Leben.de

Die Küche ist nicht länger nur ein Raum zur Zweckerfüllung, sondern wird immer mehr zum Mittelpunkt der darin wohnenden.

Eine Küche hat man nicht einfach, man lebt in ihr.