Intelligent Stromsparen mit Miele

7. July, 2011

Immer mehr Stromversorger bieten smarte Tarife an / RWE mit Markttest

Zur IFA 2010 präsentierte Miele die weltweit ersten Hausgeräte, die erkennen, wann der Strom am wenigsten kostet – und dann automatisch starten (Stichwort „Smart Grid“, kurz: SG). Inzwischen sind die Geräte im Handel, und immer mehr Stromversorger bieten die dazu passenden Staffeltarife an. Zusätzlich forciert die Politik die Installation sogenannter Smart Meter, mit denen sich Tarife erfassen und abrechnen lassen. Auch Miele legt nach: Zur IFA 2011 stellt das Unternehmen die ersten Geschirrspüler mit dem Prädikat „SG Ready“ vor.

SG-fähige Hausgeräte können dazu beitragen, die Stromrechnung zu senken. In den nächsten Jahren wird so voraussichtlich ein neuer Trend ausgelöst: Je mehr Energie – beispielsweise aus wetterabhängiger Sonnen- oder Windkraft – im Stromnetz verfügbar ist, desto günstiger wird der Strom angeboten.

Nach Angaben der Forschungsgruppe EnCT in Freiburg bieten zurzeit rund 100 der 900 Energieversorgungsunternehmen (EVU) in Deutschland smarte Energieprodukte an.

Intelligente Stromzähler helfen Geld sparen

Das nach eigenen Angaben größte europäische Umsetzungsprojekt im Sektor Smart Metering plant Trianel, eine Energiehandelsgesellschaft, zu der sich unabhängige Stadtwerke zusammengeschlossen haben. Bis Ende dieses Jahres will Trianel ein Geschäftsmodell entwickeln, das es den Mitgliedsunternehmen ermöglicht, kostenneutral ihre Kunden mit elektronischen Haushaltszählern für alle Versorgungsprodukte auszustatten. Am Trianel-Projekt beteiligen sich 39 Stadtwerke aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Neben regionalen Anbietern stimmen sich auch die großen Konzerne auf die Energiewende ein, die nach dem vorgezogenen Atomausstieg zusätzliche Impulse erhalten dürfte. Beispiel RheinEnergie AG. Der Kölner Energieversorger hat im April angekündigt, bis Ende des Jahres 30.000 Haushalte mit Smart Metern auszustatten. Ziel ist es, den angeschlossenen Kunden bessere Service- und Tarifangebote zu unterbreiten. Für die Erfassung der Verbrauchsdaten und die Abrechnungen arbeiten die Kölner mit dem IT-Spezialisten SAP zusammen.

Der Essener Energieriese RWE will bis Ende des Jahres 100.000 Haushalte in Mühlheim an der Ruhr mit Smart Metern ausstatten. Im Frühjahr 2011 hat das Unternehmen eine Kooperation mit Miele gestartet. Innerhalb eines Markttests, der in Essen und Wesel stattfindet, sollen Teilnehmer Strom möglichst zur „Sparzeit“ abnehmen. Daneben gibt es noch die „Basiszeit“ und die „Spitzenzeit“. Strom kostet zwischen 10 und 40 ct/kWh. Weil das Ganze als Simulation angelegt ist, können Teilnehmer nur gewinnen, aber keine böse Überraschung auf der Stromrechnung erleben. Eine Tarifspreizung zwischen 10 und 40 ct/kWh halten Experten in nicht allzu ferner Zukunft allerdings für realistisch. Ein SG-Ready-Gerät von Miele, das innerhalb einer solchen Preisspanne automatisch zum günstigsten Tarif arbeitet, spart dann leicht zwischen 40 und 60 Euro pro Jahr an Energiekosten.

Smart-Grid-fähige Hausgeräte von Miele im Handel / Neue Modelle folgen

Seit April 2011 sind die weltweit ersten Smart-Grid-fähigen Hausgeräte auf dem Markt. Miele bietet zwei Waschmaschinen-Modelle und einen Trockner mit der neuen Technologie an, Geschirrspüler wird das Unternehmen zur IFA 2011 in Berlin vorstellen. Mit der Smart-Grid-Technologie nutzen Miele-Hausgeräte automatisch den jeweils günstigsten Stromtarif, den ein Energieversorger anbietet. Zusätzlich unterstützt der Benutzer den Ausbau regenerativer Energien.

Die Modelle müssen mit einem Kommunikationsmodul ausgestattet werden und tauschen über die vorhandene Stromleitung im Haus Daten mit dem Miele-Gateway aus. Auf dem Gateway – eine Box im kompakten Format – sind sowohl Steuerungsfunktionen wie „Start“ und „Stop“ als auch ein Kalender hinterlegt. Für die Installation verbindet der Benutzer seinen PC mit dem Gateway und gelangt so auf die Benutzeroberfläche des Gateways. Dort trägt er die Stromtarife des Energieversorgers im Kalender ein. Noch einfacher ist es, wenn Energieversorgungsunternehmen die Tarife in einem standardisierten Datenformat zur Verfügung stellen und diese dann vom Gateway automatisch eingelesen werden können.

Nach Eingabe der Tarife aktiviert der Benutzer am Hausgerät über das Display einmalig die Smart-Start-Funktion. Bei jedem Programmstart kann der Benutzer dann den spätestens Endzeitpunkt (beispielsweise 20 Uhr) direkt am Gerät festlegen. Das Gerät startet dann automatisch zum günstigen Stromtarif. In jedem Fall ist gewährleistet, dass etwa der Waschvorgang zu einem definierten Zeitpunkt abgeschlossen ist. Außerdem werden Gerätelaufzeiten in der Nacht, so sie nicht gewünscht sind, vermieden.

Quelle Bildmaterial: Miele

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