Qualitätsunterschiede bei Küchen - einige Tipps

19. July, 2010
  • Los geht es beim Korpus: wie exakt sind die Konstruktionsböden (also meist Boden und Deckel) eingesetzt. Ist die Rückwand nur angetackerte oder eine geschraubte Hartfaserplatte oder 8mm Spanplatte ? Sind die Oberschrankaufhängungen Ganzmetall oder laufen die Stellschrauben im Kunststoffgehäuse? Sind die Bodenträger aus Metall oder Kunststoff? Wie sauber ist die Kantenverarbeitung?
     
  • Weiter geht es bei den Beschlägen: sind Schubladen und Auszüge mit Metallzarge, gedämpft und selbsteinziehend oder geringerwertig? Wieviel Spiel haben die Schubkastenführungen seitlich? Was wackelt, hält auch meist nicht allzu lange. Sind die Drehkarussells aus Kunststoff oder Spanplatte mit Reling?
     
  • Danach die Front: wie gut sind die Kanten verarbeitet? Wie sieht das Spaltmaß zwischen den Frontteilen aus? Ist es gleichmäßig: schon gut. Ist es klein: noch besser.
     
  • Und last but not least: sind die Gehrungen von Kranz und Lichtblende exakt gefertigt?

Aber auch bei den verwendeten Materialien gibt es gewaltige Unterschiede. Spanplatte ist nicht gleich Spanplatte. Leider kann man das nicht durch die Beschichtung sehen. Gut ist, wenn der Küchenhändler eine Korpusplatte im Querschnitt zeigen kann. Je feiner und fester die drei Schichten der Spanplatte sind, umso besser. Auch sollten die 3 Schichten deutlich zu erkennen und nicht ineinander vermischt sein. Bei Folienfronten kommt es wesentlich auf die Folienstärke an. Sehr dünne Folien zeugen von wenig Qualität. Bei Holzfronten sind europäische Hölzer meist fester als amerikanische oder asiatische. Die Liste ließe sich beliebig fortführen.

Das sind ein paar Anhaltspunkte, um die Qualität einigermaßen einschätzen zu können. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen.

Quelle Bildmaterial: Binova

Kuechen-Leben.de

Die Küche ist nicht länger nur ein Raum zur Zweckerfüllung, sondern wird immer mehr zum Mittelpunkt der darin wohnenden.

Eine Küche hat man nicht einfach, man lebt in ihr.